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Raus aus Hartz IV – Über Ziele und Träume – Teil 4

Ich möchte diesen Artikel gerne mit einem Zitat von Clement Stone beginnen: „Was der Geist ersinnen kann, das kann er auch erreichen.“ Wenn man ein Hartz IV Empfänger ist, wird das sehr oft vergessen. Hartz IV nimmt das Leben, die Luft zum atmen und am traurigsten: Die Träume.


Was man sich nicht leisten kann, davon muss man auch nicht träumen. Als Bezieher kann man sich gar nichts leisten. So wird man immer wieder wirklich unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt, nämlich spätestens dann wenn man die Geldbörse öffnet.

Das dramatische an der Situation ist, dass man sich unterbewusst darauf einstellt und irgendwann verlernt sich Dinge zu wünschen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Bevor man in eine solche Situation abgerutscht ist hatte man Träume, weil man wusste irgendwann kann man sie durch sparen und eisernen Willen vielleicht erreichen. Mit Hartz IV geht das nicht. Es reicht zum Überleben. Mehr nicht.

Vor kurzem habe ich etwas schockierendes erlebt: Ich sah aus dem Fenster der Wohnung meines Cousins und konnte eine alte Dame dabei beobachten, wie sie aus dem Müll eines Discounters versuchte etwas essbares zu bergen. So schockierend, so alltäglich. In diesem Moment aber ging mir durch den Kopf, dass ich auf keinen Fall in einer solchen Situation landen möchte. Es obliegt mir sicher nicht über diese Dame zu urteilen, denn der einzig verantwortliche dafür ist der Staat. Eine Frau von 70-80 Jahren kann nicht arbeiten um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich schon.

Die widrigen Umstände im heutigen Deutschland haben oft die Nebenwirkung das sie deprimieren, die Hoffnung schwinden lassen oder eben alles andere Schöne in unserem Leben. Wer schaltet schon gerne die Nachrichten ein? Die Kirche, einst ein Zufluchtsort missbraucht, Kinder werden vergewaltigt und ermordet und dergleichen mehr. Wo bleibt da der Platz für die schönen Dinge? Es gibt die Meldung : „Alle Arbeitslosen haben Arbeit“ vermutlich nie und ich denke das wäre Utopie daran zu glauben.

Wenn also die ganze Welt schon nicht mehr in den Fugen ist, wie soll man also sein eigenes Leben dahin bringen, dass es wieder funktioniert und wie kann man trotz der Umstände wieder glücklich werden? Die Lösung zu diesem Problem liegt meiner Meinung nach in den eigenen Träumen. Nur wenn wir diese zu Zielen machen können wir wieder glauben und auch wieder glücklich werden.

Was ist eigentlich ein Ziel?
Eine Frage die mich lange beschäftigt hat. Denn man hört immer wieder: „Mensch Junge mach dir Gedanken und setz dir ein Ziel. Fang in kleinen Schritten an und werde größer.“ Jetzt hat sich mir die Frage was ein Ziel denn überhaupt ist schon vor einigen Jahren gestellt und ich glaube ich habe die Antwort darauf schon gefunden:

Ein Ziel ist ein Traum, der mit einem Datum versehen ist!



Im Klartext: Das, wovon wir träumen, was wir uns am meisten wünschen, kann nur dann in Erfüllung gehen, wenn wir den Mut haben diesem Traum ein Datum zu geben. Das schwierige daran ist die Balance aus „das ist machbar“ und „das ist nicht machbar“. Angenommen ich nehme mir meinen Traum vom eigenen Auto. Ich sage also, ich werde wieder ein Auto besitzen. Das ist mein Traum. Sage ich jetzt dazu: Ich werde in einem Monat am 15.06 ein Auto besitzen, dann ist das ein Ziel. Ein Traum mit einem Datum.

Der nächste Schritt in diese Richtung ist dann die Festlegung von Etappenzielen. Bis dann und dann will ich so viel Geld sparen oder mich schon mal um die Konditionen der Versicherungen kümmern. Es gibt zwei wichtige Punkte, die bei der Zielsetzung und speziell dessen Erreichbarkeit beachtet werden müssen:

+ Das Ziel muss realistisch sein. Es nützt nichts zu sagen: Am 15.6 werde ich ein Auto kaufen. Einen Audi R8. Das ist unrealistisch. Das ist unmöglich. Und jedes noch so klein gesteckte Etappenziel kann daran nichts ändern. Es ist und bleibt unrealistisch.

+ Innerhalb der ersten 72 Stunden muss der erste Schritt in die Tat umgesetzt werden. Warum? Forscher haben bewiesen, dass Pläne zu 99% nicht zur Ausführung kommen, wenn nicht innerhalb der ersten 72 Stunden nach Festlegung des Ziels der erste Schritt zu dessen Erfüllung gemacht wird.

Ein wichtiger Punkt, den ich aus eigener Erfahrung noch dazu schreiben möchte ist folgender: Je mehr man das große Ziel, das Endziel, in kleine Etappen aufteilt, in kleinere Ziele, desto mehr Erfolge kann man auf dem Weg zum Endziel verbuchen, was wiederum das Selbstbewusstsein enorm steigern kann. Das finde ich, ist gerade für Hartz IV Empfänger ein sehr wichtiger Punkt, denn als „Ausgestoßener“ der Gesellschaft kann man solche Erfolgserlebnisse immer gebrauchen. Im nächsten Artikel werde ich meine eigenen Ziele definieren und öffentlich zur Schau stellen. In den darauf folgenden versuche ich einen Weg zu finden wie ich sie erreiche.

So, wie ich begonnen habe, so möchte ich diesen Artikel beenden: Mit einem Zitat –

Die Vorstellungskraft ist der Anfang der Schöpfung. Man stellt sich vor, was man will – man will, was man sich vorstellt – und am Ende erschafft man, was man will.

(George Bernhard Shaw)

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Kategorie: HartzIV

Über den Autor: Über den Autor: Sascha Oertlin ist seit mehreren Jahren im Internet tätig und betreibt mehrere eigene Blogs. Die populärsten sind sein privater Blog unter Sascha-Oertlin.com und sein Blog mit Tutorials und Infos rund um die Börse unter TradinX.de. Als freier Autor schreibt er Texte für Foren, Online Unternehmen und Wikipedia.

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